Effektive Hilfe bei Nagelpilz

Hilfe gegen Nagelpilz

Hilfe gegen Nagelpilz

Zusammenfassung: Nagelpilzinfektionen betreffen in der Regel Ihre Zehennägel, können aber auch auf Ihre Fingernägel übertragen werden. Im folgenden Artikel erfahren Sie, wie die Diagnose erfolgt und welche Behandlungsmethoden am meisten Erfolg versprechen. 

Inhaltsverzeichnis

Diagnose

Ihr Arzt wird Ihre Nägel untersuchen und möglicherweise einige Nagelreste entnehmen oder Rückstände unter Ihrem Nagel abkratzen. Diese Proben werden an ein Labor geschickt, um die Ursache Ihrer Symptome zu ermitteln.

Andere Erkrankungen wie Psoriasis können eine Pilzinfektion des Nagels vortäuschen. Auch Mikroorganismen wie Hefen und Bakterien können Nägel infizieren. Wenn Sie die Ursache Ihrer Infektion kennen, können Sie die beste Behandlung bestimmen.

Behandlung

Eine Behandlung von Zehennagelpilz ist nicht immer erforderlich. Und manchmal beseitigen Selbstpflege- und rezeptfreie Produkte die Infektion. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn sich Ihr Zustand nicht bessert. Die Behandlung hängt von der Schwere Ihrer Erkrankung und der Art des Pilzes ab, der sie verursacht. Es kann Monate dauern, bis Ergebnisse sichtbar werden. Und selbst wenn sich Ihr Nagelzustand verbessert, kommt es häufig zu wiederholten Infektionen.

Diagnose und Behandlung von Nagelpilz

Medikamente

Ihr Arzt kann Ihnen Antimykotika verschreiben, die Sie oral einnehmen oder auf den Nagel auftragen.

  • Orale Antimykotika: Diese Medikamente sind oft die erste Wahl. Eine Option ist Itraconazol (Sporanox). Diese Medikamente tragen dazu bei, dass ein neuer Nagel infektionsfrei wächst und den infizierten Teil langsam ersetzt. Normalerweise nehmen Sie diese Art von Arzneimittel 6 bis 12 Wochen lang täglich ein. Das Endergebnis der Behandlung sehen Sie jedoch erst, wenn der Nagel vollständig nachwächst. Es kann vier Monate oder länger dauern, bis eine Infektion beseitigt ist. Bei Erwachsenen über 65 Jahren scheinen die Behandlungserfolgsraten mit diesen Medikamenten geringer zu sein. Orale Antimykotika können Nebenwirkungen wie Hautausschlag und Leberschäden verursachen. Oder sie können andere verschreibungspflichtige Medikamente beeinträchtigen. Möglicherweise müssen Sie gelegentlich Blutuntersuchungen durchführen, um zu überprüfen, wie es Ihnen mit diesen Arzneimitteln geht. Gesundheitsdienstleister empfehlen Personen mit Lebererkrankungen oder Herzinsuffizienz oder Personen, die bestimmte Medikamente einnehmen, möglicherweise keine oralen Antimykotika.
  • Wirkstoffhaltiger Nagellack: Ihr Arzt kann Ihnen einen antimykotischen Nagellack namens Ciclopirox (Penlac) verschreiben. Sie tragen es einmal täglich auf Ihre infizierten Nägel und die umgebende Haut auf. Nach sieben Tagen wischen Sie die aufgetragenen Schichten mit Alkohol ab und beginnen mit den neuen Anwendungen. Möglicherweise müssen Sie diese Art von Nagellack fast ein Jahr lang täglich verwenden.
  • Medizinische Nagelcreme: Ihr Arzt kann Ihnen eine antimykotische Creme wie Efinaconazol (Jublia) und Tavaborol (Kerydin) verschreiben. Sie reiben dieses Produkt nach dem Einweichen in Ihre infizierten Nägel ein. Diese Cremes wirken möglicherweise besser, wenn Sie zuerst die Nägel verdünnen. Dies hilft dem Medikament, durch die harte Nageloberfläche zum darunter liegenden Pilz zu gelangen. Um die Nägel zu verdünnen, tragen Sie eine rezeptfreie Lotion auf, die Harnstoff enthält. Oder Ihr Arzt kann die Nageloberfläche mit einer Feile oder einem anderen Werkzeug verdünnen (Debride). Antimykotische Nagelcremes können Nebenwirkungen wie Hautausschlag verursachen.

Operation

Ihr Arzt schlägt möglicherweise eine vorübergehende Entfernung des Nagels vor, damit das Antimykotikum direkt auf die Infektion unter dem Nagel aufgetragen werden kann.

Die effektivste, aber am wenigsten genutzte Option ist eine Operation zur dauerhaften Entfernung des Nagels und seiner Wurzel.

Lebensstil und Hausmittel

Oft können Sie eine Nagelpilzinfektion zu Hause behandeln:

  • Probieren Sie rezeptfreie antimykotische Nagelcremes und -salben aus. Es sind mehrere Produkte erhältlich, beispielsweise Terbinafin (Lamisil). Wenn Sie weiße Markierungen auf der Oberfläche der Nägel bemerken, feilen Sie diese ab, weichen Sie Ihre Nägel in Wasser ein, trocknen Sie sie und tragen Sie die medizinische Creme oder Lotion auf. Auch wenn dadurch Ihre Symptome verschwinden, ist es üblich, dass die Infektion erneut auftritt.
  • Schneiden und verdünnen Sie die Nägel. Dies hilft, Schmerzen zu lindern, indem der Druck auf die Nägel verringert wird. Wenn Sie dies außerdem vor der Anwendung eines Antimykotikums tun, kann das Medikament tiefere Schichten des Nagels erreichen.

Bevor Sie dicke Nägel kürzen oder mit einer Nagelfeile verdünnen, machen Sie sie mit harnstoffhaltigen Cremes weich. Suchen Sie zur Fußpflege einen Arzt auf, wenn Sie an einer Erkrankung leiden, die zu einer schlechten Durchblutung Ihrer Füße führt.

Alternative Medizin

Einige Untersuchungen deuten darauf hin, dass das Nahrungsergänzungsmittel Biotin dabei helfen könnte, schwache oder brüchige Fingernägel zu stärken. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie Fragen oder Bedenken haben, ob dies das Richtige für Sie ist.

Einige Untersuchungen zeigen außerdem, dass Teebaumöl eine antimykotische Wirkung hat. Es wird häufig zur Behandlung von Nagelpilz eingesetzt. Ebenso kann Drachenblut bei Nagelpilz helfen, um die Probleme dauerhaft in den Griff zu bekommen.

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