Warum Männer nicht zum Arzt gehen?

Warum Männer nicht zum Arzt gehen?

Männer sind das starke Geschlecht – so war es und so ist es! Doch ist es wirklich so?

In Sachen Krankheiten oder Beschwerden kann man diese These durchaus anders sehen. Wenn es um ärztliche Behandlungen geht, haben die weitaus meisten Männer die Angewohnheit, nötige Arztbesuche auf die lange Bank zu schieben oder gar ganz zu vermeiden. Doch woher kommt diese Angst?

 

Der Mann als das starke Geschlecht

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Männer unter einer höheren Belastung im Beruf stehen und auch die Gefahr des sozialen Abstiegs wesentlich höher ist. Männer werden selbst dann noch stark und kraftvoll angesehen, wenn sie selbst schon in Not sind. Es dominiert immernoch das Klischee des starken Mannes, bei dem seelische und körperliche Beschwerden oder Krankheiten Tabu sind. Weiterhin wurde herausgefunden, dass Männer Symtome von Krankheiten oder Beschwerden verharmlosen oder allein lösen möchten, ohne mit einem Arzt darüber reden zu wollen.

Ärztliche Vorsorgeuntersuchung für MännerIm gesellschaftlichen Bild ist der Mann nunmal das starke Geschlecht und muss immer Leistung bringen. Viele Männer wollen diesem Bild natürlich entsprechen und nicht als "unmännlich" gelten. Körperliche Beschwerden oder Krankheiten darf es deshalb nicht geben – und was es nicht gibt, darüber braucht man auch nicht zu reden. Selbst wenn die Beschwerden schon Schmerzen verursachen, muss der Mann funktionieren. Der Körper wird dann oft ohne Rücksicht geschunden und muss Höchstleistungen bringen. Selbst kleinere Erkrankungen wie Grippe werden nicht auskuriert. In der Folge wird der Körper immer schwächer und die Lebenserwartung sinkt. Männer leben im Durchschnitt rund 4 Jahre weniger als Frauen – ohne das wirklich jemand daraus Konsequenzen zieht.


In Deutschland wurde dieses Denken besonders in den Nachkriegsjahren gefördert. Jungs und Männer wurden darauf getrimmt stark und tapfer zu sein. So eine kleine Krankheit im Vergleich zu den Schrecknissen des Krieges, was war das schon? Ein Übriges tat die uralte Rollenverteilung vom Mann als Ernährer und Familienoberhaupt. Auch in der heutigen Zeit hat sich dieses Bild nicht wirklich geändert und ist nach wie vor in den Köpfen der Menschen.

 

Wenn Männer zu Vorsorgemuffeln werden

Was die Vorsorge angeht, stehen Männer den Frauen deutlich hintenan. Viele Krankenkassen bieten Vorsorgeuntersuchungen oder Informationsveranstaltungen zu bestimmen Krankheiten, Beschwerden und Abnehmen an – doch diese werden überwiegend von Frauen angenommen. Nur rund ein Viertel der Teilnehmer sind Männer.

Vorsorge gegen Krankheiten oder BeschwerdenDie mangelnde Vorsorge hat natürlich Konsequenzen. So haben Untersuchungen festgestellt, dass Männer die heute 65 Jahre alt sind, durchschnittlich 81 Jahre alt werden. Frauen die regelmässig den Arzt aufsuchen und somit evtl. Krankheiten schon frühzeitig erkennen und behandeln lassen, leben etwa 9 Jahre länger.

Jedem Mann sollte gesagt werden, dass er bei Beschwerden oder Krankheiten den Arzt seines Vertrauens aufsuchen sollte. Nur so können evtl. Krankheiten frühzeitig erkannt werden und auch wirkungsvoll behandelt werden. Gehen Sie zu Vorsorgeuntersuchungen und leben Sie mit einem sicheren Gefühl. Der Irrglaube "Ärzte finden doch immer was" stimmt nicht – und Ihre Gesundheit sollte es Ihnen wert sein.


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Warum Männer nicht zum Arzt gehen?
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Männer gehen nicht gern zum Arzt! Trotz Krankheiten, Beschwerden oder Erektionsproblemen scheuen Männer den Gang zum Arzt - aber warum?
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